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Eco Wedding: Alternative Planning and Partying

by Marisa

Hi meine lieben fairladies,

im ersten Teil der neuen Serie “Eco Wedding” ging es um den Verlobungsring. Heute geht es weiter mit der Planung einer grünen Hochzeit. Von dem Kleid das nur einmal getragen wird, über Einladungen die weggeworfen werden, Konfetti oder Luftballons die sich in Bäumen verheddern, gibt es bei Hochzeiten einiges das nicht besonders nachhaltig ist. Heute erzählen uns deswegen ein paar fairladies über ihren großen Tag, wie sie sich Zeit, Nerven und sogar Geld gespart haben und damit auch der Umwelt den einen oder anderen Gefallen getan haben. Eine durchschnittliche Hochzeit belastet die Umwelt nämlich mit run 14,5 Tonnen CO2, das ist eineinhalb mal so viel wie ein Bürger im Schnitt im Jahr verursacht.

Knowing how wasteful weddings can be it was important to us to try and reduce our impact where we could. Even though we moved from the city we both grew up in, we had the wedding in our hometown because a lot of our family and friends still live there – it cut down on a lot of travel going to them instead of having most of our guests come to us. Food was another big focus and we opted to have a vegetarian buffet which helped reduce the waste and footprint of our dinner. For the venue we also chose a beautiful wooden cabin which required minimal decorating, and the decorations we did use were mainly purchased secondhand or upcycling projects.
It was such a special day and truly a reflection of us – our relationship, style, and sustainable values! – Verena Erin, My Green Closet

Wenn ihr noch mehr zu Verenas Hochzeit sehen möchtet schaut euch doch ihr Video zum Thema “Eco Wedding” an. Hier gibt Verena tolle Tipps wie ihr nachhaltiger heiraten könnt und zeigt tolle Eindrücke von ihrer Hochzeit.

Anfangs wollten wir es machen, wie es mittlerweile oft üblich ist: im Kreise unserer Freunde und Familie feiern, eine freie Trauung und anschließendes Fest in einer schönen Location. Nach einigen Monaten Recherche, Besichtigungen, Angeboten und Kalkulationen wurden wir aber immer frustrierter. Nicht nur hatte jeder einen gut gemeinten Rat für uns, was man noch machen müsse und was nicht, sondern es wurde auch stetig teurer und komplizierter mit der Planung. Darf man seinen Verwandten ein veganes Menü servieren? Darf man um Kuchenspenden bitten oder wirkt das dann cheap? Sind Stoff- oder Papierservietten umweltfreundlicher? Brauche ich wirklich einen Make-up Artist und einen professionellen Videograf, die den ganzen Tag begleiten? Was, wenn es regnet, der DJ schlecht ist, die Musik zu leise, die Aufregung zu groß, der Aufräumaufwand immens…und sind diese 10.000-15.000€ für diesen einen einzigen Tag wirklich gerechtfertigt?! Schließlich haben wir die Reißleine gezogen und das getan, was wir vielleicht schon viel früher hätten tun sollen: das große Fest mit den tausend Posten, der Deko und dem Catering, einfach abgesagt und stattdessen ganz bescheiden zu zweit auf Bali geheiratet. Kein Riesen Aufruhr um den richtigen Anzug oder ein teures Kleid: mein Kleid war secondhand und Tobis Hose und Hemd fair fashion. Es war so befreiend, es niemandem mehr recht machen zu müssen und den Tag nur für uns zu genießen. Denn am Ende war es so wie es sein sollte: es ging einfach nur um uns und unsere Liebe füreinander.
(Wir feiern übrigens zuhause mit einem kleinen Gartenfest nach, aber ohne riesigen Aufwand oder förmliche Einladungskarten) – Corinna Feidt Kissen und Karma

Hier noch ein paar Tipps & Tricks für eure Eco Wedding:

  • Seid ihr selbst! Egal ob zu zweit, mit Vintage Motto oder mit veganem Buffet es geht um euch beide und deswegen solltet ihr den Tag auch so gestalten. Lasst euch nicht von Hochzeitsshows oder anderen Leuten den Kopf vernebeln.
  • Ort: Weite Wege belasten die Umwelt also heiratet doch an einem Ort der in der Nähe oder zumindest für alle Gäste gut erreichbar ist.
  • Einladungen: So schön dekoriert viele Hochzeitseinladungen auch sind landen sie im Anschluss meistens doch im Müll. Wie wäre es also mit Einladungen aus Recyclingpapier oder vielleicht sogar elektronisch verschickten Einladungen?
  • Dekoration: Für nachhaltige Dekoration kann man wunderbar auf natürliche Materialien wie Äste, Moos, Blumen, Blätter und Co setzen die sich danach einfach der Natur zurückgeben lassen. Auch Second-Hand Dekorationen, die ihr danach vielleicht sogar nochmal weiterverkaufen oder für die nächsten Gartenpartys verwenden könnt sind eine gute Möglichkeit. Bei Pinterest gibt es viele tolle Inspirationen.
  • Kleid und Anzug: Das Kleid und der Anzug werden voraussichtlich nur einmal getragen. Wie wäre es da mit leihen oder einem Second Hand Kauf? So kriegt ihr euer Traumkleid sogar noch ein ganzes Stück günstiger. Wenn es doch ein neuer Kauf sein soll achtet auf die Herkunft der Stoffe und das Herstellungsland. Schöne und vor allem fair und nachhaltig hergestellte Kleider gibt es zum Beispiel von Noni, Zäta oder Celia Grace.
  • Ringe: Damit keine neuen Rohstoffe verschwendet werden könntet ihr alten Schmuck vom Juwelier einschmelzen und in Eheringe umwandeln lassen. Falls ihr gerne Diamanten in einem der Ringe haben möchtet achtet darauf, dass er aus einer konfliktfreien Quelle stammt und kein sogenannter “Blutdiamant” ist. Fragt den Juwelier dazu nach dem Kimberley-Prozess-Zertifikat um das sicherzustellen.
  • Essen: Natürlich soll es an eurem besonderen Tag nicht an gutem Essen scheitern. Achtet nach Möglichkeit auf regionale Bio-Küche und versucht möglichst saisonal und lokal produzierte Lebensmittel in eurem Menü anzubieten. Haltet für übriggebliebenes Essen Dosen bereit oder bittet die Gäste welche mitzubringen damit kein Essen weggeworfen werden muss.

Viel Spaß bei eurer grünen Planung. Worauf achtet ihr für euer nachhaltiges Hochzeitsfest?

-yourfairlady

 

Photo by bilderbleiben.net

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7 comments

Corinna 31. Juli 2017 - 16:58

Hallo Marisa,
lieben Dank für die schöne Veröffentlichung! 🙂 Verenas Posts habe ich letztes Jahr auch verschlungen und fand es super spannend! Zu den Ringen habe ich übrigens auch gerade einen Beitrag veröffentlicht, falls das für euch noch interessant ist (oder habt ihr schon welche?).
Liebst,
Corinna
http://www.kissenundkarma.de

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Marisa 8. August 2017 - 22:21

Liebe Corinna,
danke nochmal für deinen Beitrag 🙂 Ah das ist ja super vielen Dank für den Tipp! Noch haben wir keine da schau ich gleich mal bei dir rein
Liebe Grüße,
Marisa

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Sabrina Magister 21. Juli 2017 - 6:58

Liebe Marisa,
dein Blogg ist supertoll. Nächstes Jahrs werden wir Hochzeit haben und deine Tipps sind sehr nützlich!
LG! Sabrina

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Marisa 21. Juli 2017 - 17:27

Vielen Dank liebe Sabrina 🙂 Wenn du schon Erfahrungen zu teilen hast nehme ich sie gerne in einen der nächsten Beiträge auf schreib mir gerne einfach!

Liebe Grüße,

Marisa

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Natalie 17. Juli 2017 - 7:34

Wir haben es wie Corinna gemacht. Wir sind allerdings nicht erst bis nach Bali geflogen, sondern haben uns auf dem Pellwormer Leuchtturm das Jawort gegeben. Im November, bei traumhaftem Wetter und ohne weitere Personen. So ging es wirklich nur um uns. Für unser Festmahl sind wir einfach bis zum Restaurant gelaufen, einmal quer über die Insel.
Und die Kleidung? Die war zwar neu, wurde aber so ausgewählt, dass wir sie auch später im Alltag noch tragen können.
Und Familie und Freunde? Vor allem die Oma und Schwiegermama waren anfangs enttäuscht, dass sie nicht bei der Trauung dabei waren. Beide konnten aber unsere Beweggründe verstehen. Und jetzt freuen sich alle auf unser Grill fest im August. Da legen wir einfach drei Feiern zusammen – die Hochzeit, meinen Geburtstag und natürlich, dass unser zweiter Sohn im Mai geboren wurde.

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Marisa 17. Juli 2017 - 21:30

Liebe Natalie,
vielen Dank für deine Hochzeitsgeschichte das klingt total schön 🙂
Ich glaube das größte Problem ist häufig, dass man versucht die Erwartungen von anderen zu erfüllen und es dann nicht mehr um einen selbst geht.
Schön wenn bei euch alle Verständnis für euer Hochzeit zu Zweit hatten.

Liebe Grüße,

Marisa

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Cookies&Style 4. Juli 2017 - 12:40

Das war mir auch eines meiner liebsten Themen am Blog, als wir unsere Hochzeit geplant haben <3

Liebst,
Ulrike

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