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Coffee to go again with Julia Post

by Marisa

Hi meine lieben fairladies,

heute bei mir “zu Gast” ist Julia Post, Initiatorin der Kampagne “Coffee To Go Again“, deren weiß/grüne Sticker ihr sicher schon mal an dem ein oder anderen Café in eurer Stadt gesehen habt. Während sie am Anfang selbst von Bäckerei zu Café gelaufen ist, sind inzwischen in ganz Deutschland Cafés und Bäckerein mit dabei, Julia ist Nachhaltigkeitsberaterin und hat ihr erstes Buch “Besser machen statt besser wissen” veröffentlicht. Das Buch ist ein großartiger Ratgeber. Man wird nicht nur über verschiedene Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsfragen aufgeklärt, sondern lernt in interessanten Interviews viel darüber wie man selbst loslegen kann. Genau darauf macht das Buch auch Lust und gibt Mut: zum selbst aktiv werden um etwas zu bewegen.

  Gewinnt einen stylischen Kaffeebecher von green your life  

Passend zum Thema Coffee To Go gibt es heute einen der wunderbaren Bambus Becher von green your life zu gewinnen. Mehr dazu gibt´s am Ende dieses Beitrags.

Rund drei Milliarden Kaffeebecher werden jedes Jahr weggeworfen. Für dieses Umweltproblem versucht deine Kampagne “Coffee to go again” Aufmerksamkeit zu schaffen und eine Lösung zu bieten. Wie kam dir die Idee zu deiner Kampagne?

Ich bin gelernte Hotelfachfrau und habe Politikwissenschaften studiert. So richtete sich mein Blick auf die Einwegbecher und den vielen Abfall, den sie hinterlassen. Bei einem Spaziergang mit der eigenen Thermoskanne kam mir dann die Idee “wenn das jeder so machen würde…” und Coffee To Go Again war geboren.

Du bist am Anfang selbst von Café zu Café gelaufen und hast versucht von deiner Idee zu überzeugen. Inzwischen gibt es um die 300 Betriebe die dein Projekt unterstützen, du bist als Nachhaltigkeitsberaterin gefragt und hältst Vorträge. Was ist dazwischen passiert und wie erklärst du dir den Erfolg?

Es sind sogar schon 400 mittlerweile! Zum Einen habe ich ein Thema aufgegriffen, um das sich zu dieser Zeit noch niemand gekümmert hat. Zum Anderen hat es glaube ich viele beeindruckt, dass jemand nicht nur Reden schwingt und eine gute Idee hat, sondern tatsächlich los legt und etwas unternimmt. Für die Medien war und ist das natürlich eine schöne Geschichte: “Junge Studentin nimmt den Kampf gegen die Pappbecher auf”. Das hat umgekehrt aber dem Projekt sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt und ihm zu viel Beachtung verholfen. Das war ein ideales Wechselspiel. Gleichzeitig bin ich hartnäckig an dem Thema dran geblieben und habe mich an politische Akteure gewandt, damit es dort auf der Agenda landet, was mir auch gelungen ist.

Diesen Monat ist ja auch dein Buch “Besser machen statt besser wissen” erschienen. Kannst du kurz beschreiben worum es in deinem Buch geht?

Einerseits geht es ganz dezidiert um die Einwegbecherproblematik, die ich ausführlich in all ihren Facetten darstelle. Dieser alltägliche Gegenstand steht für so viel mehr, es tut sich ein weites Feld auf: Plastik im Meer, Abholzung des Regenwalds, Auswirkungen auf uns Menschen – Stichwort “To-Go-Mentalität”. Die Frage, ob sich im Design-Bereich noch einiges tun muss, um Nachhaltigkeit attraktiver zu gestalten. Hierfür standen mir Interviewpartner von NGOs, aus der Politik, der Psychotherapie und der Porzellanhersteller KAHLA zur Verfügung. Außerdem behandle ich Themen wie Crowdfunding im Gespräch mit Markus Sauerhammer von startnext, denn dort habe auch ich vergangenes Jahr erfolgreich gefunded. All meine Erfahrungen aus dem Projekt sind dann im zweiten Teil des Buches der Ausgangspunkt für mich die deutsche Klima- und Umweltpolitik zu analysieren. Und ich vertrete dort auch eine klare Meinung, was aus meiner Sicht nun zu tun ist.

Andererseits ist das Projekt auch eine persönliche Geschichte. Es hat definitiv mein Leben verändert. Die nachhaltigste Veränderung, die ich als Mensch dadurch erlebt habe, war dieses großartige Gefühl, mal eine meiner vielen Ideen wirklich umgesetzt zu haben. Das kennen bestimmt viele von uns: Der Kopf ist voller Ideen, nie wird was draus. So war das bei mir auch immer. Und dieses Mal habe ich mich auf den Weg gemacht. Von der Resonanz und dem “Erfolg” bin ich nach wie vor total umgehauen. Erfolg möchte ich hier bewusst in Anführungszeichen setzen. Es geht nicht um Erfolg, wie er klassisch verstanden wird. Ich habe erlebt, wie viel positive Ausstrahlung allein schon im persönlichen Umfeld das Projekt entfaltet hat. Dafür muss man nicht in der Zeitung stehen oder Gast im Ministerium sein. Dieses Gefühl und diese Erkenntnis hat mich verändert und stark gemacht. Mit meinem Buch möchte ich allen Mut machen, sich zu trauen und eigene Ideen in die Tat umzusetzen. Ich glaube, da schlummert noch jede Menge Potenzial in uns allen!

Wie sieht die Zukunft für dich und für coffee-to-go-again aus?

An Coffee To Go Again werde ich weiterhin dranbleiben, Aufklärungsarbeit leisten und auf die politische Ebene hinwirken, bis auch dort Taten folgen. Gleichzeitig bin ich mit dem Projetk ja “mitgewachsen”, wie gerade beschrieben und bin viel unterwegs in der Szene der Social Entrepreneure, durch meinen Beruf und mein Ehrenamt aber auch in der Welt der Politik. Dabei ist mir aufgefallen, dass alle im Bereich des Social Business praktisch keine politische Lobbyarbeit betreiben. Ein großer Fehler! Schließlich sollten all die tollen Ansätze von jungen Leuten, ob es die öko-faire Mode, der verpackungsfreie Supermarkt oder der Öko-Strom-Anbieter ist, nicht nur eine nette Produktalternative sein. Sie müssen Standard werden, damit unsere Zukunft lebenswert bleibt. Um Standard zu werden, müssen politische Strukturen verändert werden. Das Social Business erfährt eine strukturelle Benachteiligung, weil es bspw. höhere Lohnkosten hat, wenn es faire Preise zahlen möchte. Das ist ein Wettbewerbsnachteil. Das darf nicht sein! In dieser Hinsicht muss die Gesellschaft und die Wirtschaft total umgekrempelt werden. Daher bin ich seit Anfang des Jahres freiberfulich als Politikberaterin für das Social Business tätig. Denn genau dort möchte ich mit meinem Wissen und Erfahrungen Unterstützung leisten, damit diese wunderbaren Innovationen und Ansätze noch eine viel größere und nachhaltigere Wirkung entfalten können. Mehr Infos dazu findet Ihr im Netz.

Und jetzt für alle die mitmachen und sich engagieren wollen: Wie kann der Einzelne den Kampf gegen die Bechermassen antreten und wie kann man deine Kampagne unterstützen?

Eigenen Becher immer dabei haben oder sich mal ein paar Minuten Auszeit für den Kaffee nehmen. Oder ruhig auch mal kritisch eine Freundin oder einen Kollegen auf die Pappbecher ansprechen. Auch das Verbreiten der Kampagne in den Sozialen Netzwerken ist ein wichtige Unterstützung. Und vielleicht sogar selbst aktiv werden und ein neues “Mitglied” für Coffee To Go Again werben. Wie das funktioniert steht hier.

Vielen Dank für deine Zeit Julia und weiterhin viel Erfolg!

Julias Buch “Besser machen statt besser wissen. Mehr Mut zum Handeln in der Umweltpolitik” gibt es hier.

  Gewinnt einen stylischen Kaffeebecher von green your life  

Damit ihr in Zukunft euren Kaffee immer noch to go aber natürlich nachhaltig und stylisch genießen könnt, gibt es heute für euch einen der tollen neuen Becher aus der Grafikwerkstatt von green your life zu gewinnen. Um einen der Bambusbecher mit den frechen Sprüchen drauf zu gewinnen, müsst ihr 1. die myfairladies Facebook Seite like 2. hier eure Mailadresse und euren Wunschbecher kommentieren (auf Verfügbarkeit achten).

 Der Becher wurde bereits verlost, vielen Dank für Eure Teilnahme. 

-yourfairlady

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5 comments

alescandra 17. April 2017 - 12:32

Hallo,
leider ist mein Favorit “Lächle. Du kannst Sie nicht alle töten” ist leider gerade nicht lieferbar 🙁
Aber “Ich könnte Bäume ausreissen” gefällt mir dann auch ganz gut.
Viele Grüße!

Reply
Eli 16. April 2017 - 7:54

Super 😍 wenn doch nur mehr Leute diese Ansichten teilten! Zum Glück geht immer mehr Menschen ein Licht auf 🙂
Ich finde den “Sternenstaub”-Becher toll!

Reply
Barbara Görner 16. April 2017 - 6:45

Ich liebe diese Becher & lasse mich gern mit einem überraschen.
Frohe Ostern!

Reply
Isabella 14. April 2017 - 1:17

Einfach ein wichtiges Thema. 🙂
Mir gefällt der “Ich könnte Bäume ausreissen”-Becher am besten.

Reply
Jana 13. April 2017 - 18:22

Ich finde es sowieso deutlich schöner, wenn man sie für einen guten Kaffee etwas Zeit nimmt. Gleichzeitig bin ich aber auch sehr froh, dass immer mehr Cafes und Bäckereien wiederbenutzbare To-Go-Becher anbieten und Rabatt geben, wenn man einen eigenen Becher dabei hat.

Im Shop gefällt mir der “Nimm dir Zeit”-Becher am besten 🙂

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